Prager Rattler " Niki" PDF Drucken E-Mail

Hier ist die Seite unserer kleinen Prager Rattler Dame Niki

Niki

Seite ende Dezember 2011 ist Niki ein volles Mitglied unserer kleinen Hundefamilie. Mit ihrer enormen power und der unendlichen Ausdauer hält sie uns und die anderern Vierbeiner ordentlich auf trab. Sie ist immer zu spässen aufgelegt. Als Angestellter Ohrenputzer hat sie täglich viel zu tun um alle Hundeohren sauber zu halten.    

Aktuelle fotos und Videos kann man von Niki und den anderen auf den facebook seiten von Teyra Christiansen und Zoltan Jago sehen. Niki entwickelt sich immer mehr zur Rennmaus. Viele sind von ihr begeistert.

    

Historie

Der Prager Rattler ist schon im Mittelalter am Böhmischen Königshof gehalten und in Tschechien auf Rattenjagd eingesetzt. Später wurde er leider zu häufig mit einem Zwergpinscher verwechselt und starb beinahe aus. Erst seit 1975 unternahm man wieder Anstrengungen um diese Rasse zu fördern und der Prager Rattler ist heute wieder unter uns! Es ist sehr verwunderlich, daß gerade eine rein tschechische Hunderasse mit historischen Wurzeln von tschechischen Hundeexperten so grob vernachlässigt wurde.   

Nach der Geschichtsforschung konnte bewiesen werden, daß es bereits unter Vladislav II. eine Rattlerzucht im damaligen Staatsgebiet gegeben hat, welche aber später wiederum Vergessenheit geriet. Erst unter dem polnischen König  Boleslav II. dem Kühnen (1058-1080), gewann der Prager Rattler wieder an Bedeutung. Der polnische Chronist Gall Anonym berichtet, daß Boleslav II. zwei tschechische Rattler gehalten hat, die er sehr geliebt hat. Er schreibt unter anderem:
"In den Adern unseres Hundes fließt nicht nur polnisches, sondern auch tschechisches und rein slavisches Blut." Wahrscheinlich waren diese Rattler ein Geschenk von König Vladislav II.

Von König Vaclav IV. (1378 - 1419) erzählt man sich, daß er auf für ihn eigentlich nicht standesgemäße Ausflüge ins Gasthaus "Zum Barbantenkönig" immer seinen Lieblingsrattler mitgenommen habe. Der Historiker Prof. Weiss beschäftigte sich im Besonderen mit Rudolf II. (1576 - 1611). Er schreibt, daß dieser unter seiner Meute Jagdhunde immer vier Rattler gehalten hat, aus diesen vieren wurden im Lauf der Zeit achtzehn. Es war eine hervorragende Zucht. Prager Rattler nahmen oft teil an fürstlichen und königlichen Festmahlen. Der Prager Rattler war Ausdruck der Selbständigkeit und Unabhängigkeit des tschechischen Volkes. Er war die Zierde von Fürsten- und Königshöfen. Verbreitung fand er als Gastgeschenk an andere Europäische Herrscher. Durch diese gelangte er auch in bürgerliche Schichten.
Erst in den achtziger Jahren kehrte der Prager Rattler in die tschechischen Familien zurück. Er gewann immer mehr an Beliebtheit. Der Prager Rattler hat in Tschechien eine Jahrhunderte alte Tradition und es ist eine unabdingbare Verpflichtung des tschechischen Volkes diese älteste tschechische Hunderasse am Leben zu halten.

Rassebeschreibung:

Die Rasse wird modern als Toy bezeichnet, damit sind sehr kleine, leichte Hunde gemeint. Das Fell ist wie beim ähnlich aussehenden Zwergpinscher kurz und anliegend, schwarz mit "lohfarbenen" (gelben) Stellen "Black & Tan" (diese lohfarbenen Abzeichen sind oberhalb der Augen, auf den Wangen, an der Brust und eventuell unten am Hals, weiters unter der Rutwende. Je dunkler diese Zeichen sind desto besser. Weiße Flecken sind unerwünscht), gänzlich "lohfarben", schokobraun mit gelb. Andere Färbungen sind nicht zulässig. Der Kopf ist birnenförmig mit großen kerzenflammenden Ohren. Die Rute ist wie beim Zwergpinscher, kupiert bzw. hoch angesetzt und nach oben schräg getragen.

Die Rassestandard beschreibt die Widerristhöhe des Rüden und auch der Hündin liegt zwischen 19 cm bis 22 cm (plus/minus 1cm). Die Widerristhöhe, die +1 cm nicht übersteigt, wird bevorzugt. Der zwischenzeitliche Trend die Widerristhöhe unterhalb des Standards zu drücken ist offensichtlich überwunden. Viele Prager Rattler haben derzeit zwar einen disqualifizierenden Fehler mit einer Widerristhöhe von über 23 cm und einem Gewicht von ca. 3 kg. Dies ist aber für die Stabilität und Robustheit des Hundes von Vorteil.

Sein ausgezeichnet entwickeltes Geruchsvermögen, seine kleine Größe und seine schnelle Bewegung machen die Verwendung bei der Jagd auf Ratten und Wanderratten möglich. Solche Hunde wurden deswegen auch Rattler genannt. Wesen: Den Hund zeichnet sein ausgeglichener Charakter aus, dabei temperamentvoll, beweglich, aufmerksam aber konzentriert, spielfreudig und absolut gutmütig, bekannt für sein Treue, zutraulich zu Kindern, angenehm im Umgang.

            

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD:

Kleiner, glatthaariger Hund mit einem fast quadratischen, kompakten Körperbau. Trotz seinem kleinen Wuchs sind seine Beweglichkeit und Ausdauer  gut. Guter Geschlechtsausdruck, bei Rüden als auch bei Hündinnen. 

 

VERHALTEN / CHARAKTER:

 

Der Prager Rattler ist zart, verschmust und sehr neugierig. Beim Laufen ist er sehr schnell, wendig und unermüdlich. Seinem Herrchen und den Familienmitgliedern gegenüber ist er freundlich und zutraulich. Fremden gegenüber ist er misstrauisch und zurückhaltend. Die Rasse eignet sich für jede Familie, die seine natürliche Intelligenz und seinen netten Charakter schätzt.

 

WICHTIGE PROPORTIONEN:

 

Widerristhöhe zur Körperlänge 1:1,05 – bei Hündin eventuell größer

Die Brusttiefe beträgt 45-50% der Widerristhöhe.

Schädelbreite zur Schädellänge 1:1 bis 1,03

Die Nasenrückenlänge beträgt 1/3 – 1/2 der Kopflänge.

Diese Maße und Proportionen sind als optimale Richtwerte zu betrachten, maßgebend ist immer das Gesamtaussehen des Hundes.

 

KOPF: Der Kopf ist birnenförmig.

 

Schädel:

Der Schädel ist gewölbt, mit deutlicher Stirnfurche, der Genickknochen ist stark ausgeprägt. Die Augen liegen weit

auseinander. Die Kopfhaut ist ohne Falten und mit feinem Haar bewachsen.

Stop: Ausgeprägt.

Gesichtsschädel:

Nasenschwamm: Voll pigmentiert. Das Pigment entspricht der Grundfarbe des Fells.

Lefzen: Anliegend, fest und mit geschlossenen Winkeln. Alle Lefzenränder komplett pigmentiert. Die Pigmentierung entspricht der Grundfärbung des Fells.

Kiefer / Zähne: Beide Kiefer gleichmäßig entwickelt und zur Nase hin verlaufend. Zähne mit Scherenbiss. Ein vollständiges Gebiss ist zu empfehlen. 

Augen:  Dunkel, entsprechend der Grundfarbe der Fells. Die Augen sind mittelgroß, rund und deutlich gewölbt. Die Augenlider sind anliegend und gut pigmentiert.

Behang: Im hinteren Schädelbereich sehr hoch und relativ breit angesetzt, dreieckig, fest, natürlich aufgerichtet oder leicht umgeklappt (wird toleriert, ist jedoch unerwünscht). Die Ohren werden nicht senkrecht getragen, sondern sind in einem leichten Winkel zur Seite gesetzt. 

HALS: Trocken, absolut frei von loser Haut, edel gebogen, ausreichend lang, im richtigen Einklang mit Körper und Kopf. 

KÖRPER:

Obere Profillinie: Kompakt und gerade.  

Widerrist: Nicht ausgeprägt.

Rücken: Kurz, gerade, fest.

 

Lende: Kurz, fest zusammenhängend mit dem Rücken, fließend auf die Rute gerichtet.

Kruppe: Leicht abfallend, ausreichend lang.

Brust:  Nicht sehr breit, im Schnitt oval. Beträgt 45 – 50% der Widerristhöhe.

Bauchlinie: Leicht eingezogen. Zwischen dem Bauch und der Lende ist ein deutlicher Übergang zur zusammengezogenen Weiche.

 

RUTE: In der Rückenlinie angesetzt, bis zu den Sprunggelenken, aber nicht weiter reichend. Am Rutenansatz kräftig, zur Spitze hin schmaler. Gerade oder ab der Hälfte leicht nach oben gebogen. In Bewegung höher getragen, über dem Rücken bis zum Halbkreis zusammengerollt.

GLIEDMASSEN

VORDERHAND

 

Allgemeines: Bei Frontansicht gerade und gleichlaufend, nicht sehr breit stehend.

 

Schultern:  muskulös, zum Brustkorb hin dicht anliegend. Bilden mit der Schulter einen nicht sehr stumpfen Winkel.

Ellbogen: gut anliegend, weder ein- noch ausgedreht.

 

Unterarme: angemessen stämmig, gerade.

 

Vorderfuß: Bei Frontansicht gerade, in direkter Verlängerung der Linie des Unterarms. Bei Seitenansicht leicht abfallend, kräftig.

 

Vorderpfoten:

Rund, mit kurzen eng aneinander liegenden gewölbten Zehen. Dunkle Krallen.

 

HINTERHAND.

Allgemeines: Muskulös, bei Seitenansicht im Knie- und Sprunggelenk gut gewinkelt. Bei Hinteransicht eine nicht sehr breite, gerade und parallele Stellung.

Hinterpfoten: Gleich wie die Vorderpfoten, können etwas länger sein.

GANGWERK: Die Bewegung beider Gliedmaßenpaare ist ergiebig, parallel, elastisch, leicht und flink. Die Pfoten dürfen bei der Bewegung nicht am Boden schleifen (sog. schlurfender Gang). Die Hinterpfoten treten bei der Bewegung voll in die Spur der Schultergliedmaßen.

HAUT:  Fest, ausreichend stark und elastisch. Sie sitzt fest am Körper. Die Hautpigmentierung entspricht der Haarfärbung.

 

HAARKLEID 

HAAR:

  • Kurz, sitzt fest am Körper, glänzend, dicht und ohne kahle Stellen. Auf dem Kopf ist es zumeist dünner und kürzer im Vergleich zum Körper.
  • Halblang mit längerer Befederung auf Ohren, Beinen und Rute, leicht geöffnet auf der Brust.

 FARBE:

Bevorzugt wird die schwarze oder braune Grundfärbung mit Abzeichen. Die Abzeichen sind lohfarben, am begehrtesten sind dunkelrote, scharf abgegrenzte Stellen. Sie kommen über den Augen, auf den Wangen, unter dem Hals, auf der Mittelhand der Vorderpfote, auf Pfoten, auf der Innenseite der Hinterläufe und unter der Rutenwurzel vor; auf der Vorbrust bilden sie zwei gleichmäßige, voneinander abgetrennte Dreiecke.

Andere Farbschläge unterscheiden sich je nach genetischer Anlage durch die Grundfarbe des Körpers, des Nasenschwamms, der Hautderivate, sowie durch die Sättigung der Augen- und Abzeichenpigmente. Allgemein gilt eine sattere Pigmentation im Rahmen der gegebenen Farbe als Vorzug.

 

Grösse und Gewicht

Größe: optimal 20 cm bis 23 cm

Gewicht: optimal ca.  2,60 kg

 

FEHLER:

Jede Abweichung von den genannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung vom Standard und zur eventuellen Beeinträchtigung vom Gesundheitszustand oder Verhalten des Hundes stehen sollte. (bewertungspflichtiger Bestandteil des Standards).

Es handelt sich vor allem um:

  • Schmalen oder zu wenig gewölbten Schädel
  • Ausgeworfenes Gebiss, Zangengebiss
  • Leicht gewölbten Rücken und Lende, weicher Rücken
  • Seitlich laufende Pfoten
  • Mehrere gelbe Abzeichen auf dem Kopf oder Bauch und gelbe scheckige Färbung, ungeteiltes Brustabzeichen
  • Pigmentierung der oberen Lefze entspricht nicht der Grundfärbung des Fells
  • Weißen Fleck auf der Brust von größerem Durchmesser (über 1cm2), vereinzelte weiße Punkte auf den Zehen
  • Schwarze Scheckung im roten  Mantel
  • Rute dauerhaft zusammengerollt, bzw. fest am Rücken oder an einer Seite anliegend, tief getragen
  • Längeren Rumpfrahmen mit kürzeren Beinen
  • Depigmentierung des Nasenschwammes  

  

AUSSCHLIESSENDE FEHLER:

  •  Fontanelle
  • Apfelförmiger Kopf, d. h., die Nasenpartie unterschreitet 1/3 der Kopfgesamtlänge
  • Blaues oder Raubtierauge
  • Vor- oder Rückbiss, Zangen Gebiss
  • Das Ohr knapp am Kopf angelehnt
  • Stark gewölbter Rücken und Lende
  • Kahlstellen irgendwo am Körper
  • Verlust von mehr als vier Zähnen (außer P1 und M3), Verlust von ein und mehr Schneidezähnen
  • Fehlen von Abzeichen über die Augen    (vier Äugler) black and tan ,schoko tan ,blue and tan
  • Größerer weißer Fleck auf der Brust (über 2cm2) und weiße Abzeichen auf den Gliedmaßen und dem Körper
  • Große schwarze Scheckung bei roter Grundfärbung mit Abzeichen
  • Extreme Ängstlichkeit
  • Aggressivität
  • Schulterhöhe unter 18 cm

Bemerkung: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

 

 

http://www.prager-rattler.org/index.php?id=historie_prager_rattler 

Quelle aus der Prager Rattler Zuchtstätte "vom Kahlgrund"